ULI-LHG aka the enemy. - Linke singen Lobeslied auf die Liberalen

Unsere Lieblingskonkurrenz, LiLi, hat zum Auftakt ihres StuPa-Wahlkampfs heute Pamphlete verteilt, in denen sich die Gruppe kurz vorstellt und zum Rundumschlag gegen alle übrigen Hochschulgruppen ausholt. Gegen alle? Nicht ganz, denn auf die ULI-LHG wird ein regelrechtes Lobeslied gesungen, das wir euch hier nicht vorenthalten wollen:

 

Hier ein Scan des Originals und als Auszug:

„Concedimus: Die Liberalen sind vermutlich neben uns die einzige ernstzunehmende Gruppierung an dieser Akademie und damit zugleich der eigentliche Gegner. Erkennbar ist bei denen wenigstens, dass ihre Mitglieder bemüht sind, sich einen Reim auf die Welt und was sie zusammenhält zu machen. Womit wir beim Problem wären. Die Aporie ihrer weltanschaulichen Grundlagen und ihrer Schlussfolgerungen besteht im Folgenden: Selbstverständlich wollen sie die gegenwärtige Betriebsweise unserer Gesellschaftsordnung aufrechterhalten. Und nicht nur das: Verbessern wollen sie sie. In der Sprache der BWL heißt das Rationalisierung, Kostensenkung und Betriebsablaufoptmierung. In der Realität aber: Arbeitslosigkeit, Armut und Elend. Doch was kümmerts. Die vertreten doch eh Interessen der Leistungsträger. Eine solch bornierte Sichtweise übersieht, dass es in der Waren produzierenden Gesellschaft immer eine ausreichende Zahl derer geben muss, die einem das Zeug auch abkaufen. Wer den „real existierenden Asozialismus“ also auf die Spitze treiben will, der läuft Gefahr, sich den eigenen Ast, auf dem er sitzt, wegzuhauen. Trotzdem viel Glück.“

 

Lobeslied muss man es wohl nennen, da wir bezüglich unseres hochschulpolitischen Engagements – in dem wir unsere vornehmste Aufgabe sehen – als „einzig ernstzunehmend“ bezeichnet werden. Der Rest der „Beschreibung“ unserer Gruppe erschöpft sich in allgemeiner Kritik an marktradikalen Postitonen. Was etwa eine „bornierte Sichtweise“ auf die „Waren produzierende Gesellschaft“ mit Hochschulpolitik zu tun haben soll bleibt schleierhaft. Auch sucht man in unserem Programm die Worte „Kostensenkung“, „Betriebsaublaufoptimierung“ und „Rationalisierung“ vergeblich. Glück gehabt. So bleiben auch nach unserem Wahlsieg „Arbeitslosigkeit“, „Armut“ und „Elend“ an der Uni aus.