Pressemitteilung zur Aktion im C-Gebäude und Kandidatur

Liberale Luftballons verdecken eine Überwachungskamera im C-Gebäude der Uni.
Liberale Luftballons verdecken eine Überwachungskamera im C-Gebäude der Uni.

Letzten Dienstag hat die ULI-LHG eine Protestaktion gegen die Videokameras im C-Gebäude der Universität Trier gestartet. Diese Aktion war darauf ausgerichtet, die Aufmerksamkeit unter den Studierenden auf die Problematik der Dauerüberwachung in jenem Teil der Universität Trier zu lenken, jedoch ohne Sachschäden zu verursachen. Den reibungslosen Unibetrieb wollten wir dabei in keiner Weise stören. Durch die Postierung jeweils vier mit Helium gefüllter Luftballons um die relevanten Kameras, wurden die Aufzeichnungen für eine Zeit behindert. Vielen Studierende wurde damit zum ersten Mal bewusst, dass sie täglich beim Arbeiten, Essen und Eingeben von Passwörtern / PINs beobachtet werden.

 

Um auch in Zukunft den Studierenden die im C-Gebäude permanent stattfindende Videoaufzeichnungen in ihr Bewusstsein zu rufen, werden wir als ULI-LHG weitere Aktionen in Angriff nehmen. In unseren Augen erhöhen Videokameras weder die Sicherheit an der Universität, noch wird eine ernsthafte Strafverfolgung ermöglicht, welches der einzige Zweck der Videokameras sein dürfte. Die Kameras sind so positioniert, dass nicht etwa die Auslagen der Caféteria gefilmt werden, nein - sie sind auf die Studierenden in der Caféteria gerichtet. Es stellt sich daher die Frage ob die Kameras nicht in erster Linie der Überwachung der Studierenden dienen. Die Frage, was mit diesen Daten passiert, wie diese ausgewertete werden, und wer die Kontrolleure kontrolliert, stellt sich uns nicht nur als Liberaler Hochschulgruppe, sondern auch als eingeschriebene Studenten der Universität Trier, die tagtäglich in diesen Räumen verkehren.

 

Die ULI-LHG bedauert sehr, dass sich die anderen Hochschulgruppen nicht bereit erklärt haben, gegen die Kameras in ähnlicher Weise klar Position zu beziehen.

 

Darüber hinaus müssen wir den Rücktrittswunsch unserer Spitzenkandidatin für den Senat schweren Herzens akzeptieren. Berufliche Gründe haben sie dazu bewogen, nicht für das höchste Gremium der Universität zu kandidieren. Die Spitzenkandidatur übernimmt somit der Vorsitzende der ULI-LHG, Benno Schulz.

 

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