Pressemitteilung: ULI-LHG verurteilt Studiengebühren für Zusatzzertifikate

„Die Hochschulverwaltung sucht Schlupfwinkel, um an Gelder zu gelangen“

Die liberale Hochschulgruppe an der Universität Trier (ULI-LHG) verurteilt aufs Schärfste das Vorgehen der Universitätsleitung, ab dem kommenden Sommersemester für Zusatzzertifikate 650 Euro von denbetroffenen Studierenden zu verlangen. Dies ist einer rot-grünen Landesregierung unwürdig, die sich offen gegen Studiengebühren ausspricht.

 

 „Das Verhalten der Universitätsleitung irritiert und sorgt für Unverständnis wie Verzweiflung bei den betroffenen Studierenden - und das in einem Bundesland,dessen Landesregierung sich einer Bildung für alle verpflichtet hat. Die ULI-LHG verurteilt den Beschluss zu Studiengebühren für Zusatzqualifikationen und wird den weiteren Prozess äußerst kritisch begleiten“, so fasst es Andreas Lehrfeld, der Vorsitzende der liberalen Hochschulgruppe, zusammen.

 

Durch den Wegfall des Studienkontenmodells, welches Studiengebühren nur für Langzeitstudenten vorsah, muss die Universität mit Einnahmeverlusten rechnen. Die ULI-LHG sieht dieses Vorgehen kritisch, da mit hohen Exmatrikulationsraten zu rechnen ist. Viele Studierende können eine halbjährliche Zusatzbelastung von 650 Euro nicht aufbringen und werden dadurch daran gehindert, für sie sinnvolle Qualifikationen zu erbringen. Folglich ist durch sinkende Studierendenzahlen in den entsprechenden Fakultäten mit Mittelkürzungen und Entlassungen zu rechnen. Was unseres Erachtens bleibt, ist eine schlechte Kommunikationspolitik sowohl der Hochschulleitung als auch der Landesregierung, die durch die Novellierung des Hochschulgesetzes einen Schlupfwinkel für fehlende Gelder zu erreichen suchen und damit nur den Betroffenen schaden.

 

„Wir empfehlen allen betroffenen Studierenden, ihr Widerspruchsrecht gegen dieseEntscheidung wahrzunehmen und suchen das Bündnis mit den anderenHochschulgruppen an der Universität Trier, um uns als Vertreter der studentischenInteressen gemeinsam gegen die miserable Kommunikationspolitik seitens der Universitätsleitung zu stellen“, so Lehrfeld abschließend.