Aus für A/B-Foyer-Party wegen erfolglosem Veggie-Festival

Antrag der ULI-LHG für mehr Transparenz abgelehnt

Pressemitteilung vom 14.08.2014

Matthias Wolfger, Vorsitzender der ULI-LHG
Matthias Wolfger, Vorsitzender der ULI-LHG

Auf der gestrigen Sitzung des Studierendenparlamentes der Universität Trier sah sich die ULI-LHG-Fraktion zum Teil heftiger und auch persönlicher Kritik aufgrund eines ebenfalls gestern verschickten offenen Briefes ausgesetzt. In dem Brief hatte die ULI-LHG das Vorgehen des AStA in Bezug auf das sog. Astatic-Festival kritisiert, das zu hohen finanziellen Verlusten geführt hatte, und Konsequenzen hieraus gefordert.

 

"Ich kann natürlich verstehen, dass niemand gerne zugibt, dass er Fehler gemacht hat und dafür dann auch zurecht kritisiert wird." erklärt hierzu Matthias Wolfger, Vorsitzender der ULI-LHG "Das Problem ist nur, dass die gestrige Debatte unsere Kritikpunkte nicht nur voll bestätigt hat, sie hat unsere schlimmsten Befürchtungen sogar noch übertroffen."

Vertreter des AStA hatten gestern bekanntgegeben, dass das derzeit Defizit durch das Festival wahrscheinlich bei ca. 22.000 € liegen wird. Außerdem bedeutet dies nun auch das Aus für eine Traditionsveranstaltung an der Uni, die unter Studenten äußerst beliebte A/B-Foyer-Party. Durch die Einbußen bei dem als vegetarisches Kulturfest konzipierten Astatic-Festival sei nun aus haushaltsrechtlichen Gründen eine Fortführung der A/B-Foyer-Party nicht mehr möglich, gab das Finanzreferat des AStA gestern bekannt.

 

"Ich kann nicht verstehen, wie man unter solchen Bedingungen noch ernsthaft glauben kann im Sinne der Studierenden zu handeln. Da opfert man eine der beliebtesten Veranstaltungen an der Uni zugunsten eines links-grün ideologischen Festchens, zudem dann keiner kommt, und behauptet anschließend noch alles richtig gemacht zu haben. Ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich das den Studenten gegenüber zu verantworten hätte." so Wolfger weiter.

 

Ein Dringlichkeitsantrag der ULI-LHG, der zum Ziel hatte die Zahlen in Bezug auf das Festival transparent zu machen und vergleichbare Fehlplanungen für die Zukunft zu verhindern, wurde von der AStA-tragenden Mehrheit im Studierendenparlament abgelehnt. "Ich finde es sehr schade, dass man offenbar nicht mal angesichts eines solchen Desasters bereit ist Transparenz zu schaffen. Ich kann daher nur alle Studenten dazu aufrufen, die vielleicht auch an unserer Darstellung zweifeln: Fordert die Zahlen für das Astatic-Festival selbst beim AStA ein. Erkundigt euch, wie es mit der A/B-Foyer-Party weitergeht. Macht euch selbst ein Bild von euren Vertretern im Studierendenparlament und im AStA und davon, wie sie mit eurem Geld umgehen." so Wolfger abschließend.

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Kommentare: 2
  • #1

    Alex Bermann (Donnerstag, 14 August 2014 16:05)

    Mein Stand gestern Nacht war, dass der AStA (konkret die Finanzreferentin) eine klare Ansage gemacht hat, dass Punkt 1 des Antrages -der Forderung nach Transparenz entsprochen würde. Es würde mich sehr überraschen, wenn das in letzter Minute zurückgenommen worden wäre. Dass der Antrag abgelehnt wurde ist auch nicht verwunderlich, da Punkt 3 eine Fortsetzung der AB-Foyer-Party forderte, die nur durch outsourcing möglich wäre (wobei da die Frage offen steht, ob das nicht Etikettenschwindel wäre). Außerdem ist da noch Punkt 4, der gegen Vegan- oder Vegetarischrichtlinien zu Veranstaltungen des AStA gerichtet ist und nichts mit Transparenz zu tun hat.

    Wie oft in der Sitzung gesagt wurde: eigentlich sind das mehrere Anträge, von denen einige durchaus sinnig sind während andere ... kontrovers sind.

    Nebenbei war das Konzept des Astatic, eine Veranstaltung mit einer besseren Stimmung als die der AB-Foyer zu schaffen. Das vegetarische essen war nicht Teil des Kernkonzeptes, sondern entsprach nur dem allgemeinen Handeln des AStAs. Man kann das durchaus kritisieren, doch es war nie die Idee hinter dem Astatic, ein Veganfestival durchzuziehen. Selbstredend kann man über den Sinn der Richtlinie diskutieren, doch die Polemik sollte dabei nicht die Wahrheit überschatten.

    P.S. Das ist meine Meinung als Privatperson und hat nichts mit meiner AStA-Tätigkeit zu tun.

  • #2

    Peter Müller (Donnerstag, 14 August 2014 16:40)

    Lieber Verfasser,

    natürlich ist dieses ganze Asta-Festival eine Frechheit und man sollte die Veranstalter gerichtlich belangen (Es gab ja in Deutschland nicht genug warnende Beispiele an anderen Unis...) aber du kannst doch nicht so naiv sein und glauben dass die Besucherzahlen irgendwas mit der angebotenen Verpflegung zu tun haben. Das ganze Konzept war für den Arsch. Wenn dann 10 Leute mehr kommen weil es Schwenkbraten und Würstchen gibt ist auch keinem geholfen weil dann 10 Idealisten weniger kommen. Konzentriert euch mal lieber auf die wesentlichen Argumente. Ich finde diesen bescheuerten Zwang mit vegetarischer Verpflegung auch für den Arsch, aber das ist wohl hier kaum Diskussionsgegenstand sondern blöde Polemik von eurer Seite!